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Sage Barista Express oder Gastroback Design Espresso Pro?

Die Sage Barista Express bringt das Mahlwerk gleich mit, die Gastroback Design Espresso Pro überlässt das Mahlen einer separaten Mühle. Beide arbeiten mit Siebträger, beide schäumen Milch mit einer Dampfdüse auf, und beide stehen bei sehr vielen Menschen in der Küche. Die Frage ist nicht, welche besseren Espresso macht, sondern wie viel Platz und wie viel eigene Arbeit Sie einplanen.

Wer die Bauart noch grundsätzlich abwägt, findet die Übersicht bei den Siebträgermaschinen. Hier stehen die beiden Modelle mit ihren Datenblättern nebeneinander.

Die Kurzantwort
Die Entscheidung fällt an der Frage, ob die Mühle im Gerät stecken soll oder daneben steht.
  • Die Sage Barista Express, wenn alles aus einem Gerät kommen sollintegriertes Mahlwerk mit sechzehn Stufen, das direkt in den Siebträger dosiert, Brühwasser mit dreiundneunzig Grad und eine Vorbrühung mit langsam steigendem Druck
  • Die Gastroback Design Espresso Pro, wenn die Mühle ohnehin schon dastehtUlka-Pumpe mit fünfzehn Bar, Thermoblock für den sofortigen Start, eineinhalb Liter Tank, Heißwasserfunktion und vierundzwanzig Monate Garantie bei knapp der halben Masse
  • Beide haben eine schwenkbare Dampfdüse für Milchschaum von Hand

Die zwei Kandidaten

Sage The Barista Express

Mahlwerk eingebaut, 93 Grad

Alles in einem
Sage The Barista Express Espressomaschine mit integriertem Mahlwerk
Sage The Barista Express Espressomaschine mit integriertem MahlwerkSechzehn Mahlgradstufen, Dosierung direkt in den Siebträger, dreiundneunzig Grad Brühtemperatur und Vorbrühung mit langsam steigendem Druck.

Gastroback Design Espresso Pro

15 bar, 1,5 Liter Tank

Die Schlanke
Gastroback 42709 Design Espresso Pro Siebträgermaschine 15 bar
Gastroback 42709 Design Espresso Pro Siebträgermaschine 15 barUlka-Pumpe mit fünfzehn Bar am Siebträger, Thermoblock, schwerer Edelstahlsiebträger, ESE-Pad-Einsatz und Heißwasserfunktion.

Die Daten nebeneinander

MerkmalSage Barista ExpressGastroback Design Espresso Pro
Integriertes Mahlwerkja, 16 Stufennein
Dosierung in den Siebträgerdirekt aus dem Gerätkeine Angabe
Brühtemperatur93 Grad angegebenkeine Angabe
Vorbrühungmit langsam steigendem Druckkeine Angabe
Pumpendruckkeine Angabe15 bar am Siebträger, Ulka-Pumpe
Heizsystemkeine AngabeThermoblock, sofort betriebsbereit
Siebträgerkeine Angabeschwerer Edelstahlsiebträger
MilchschaumDampfstab von Handschwenkbare Milchschaumdüse
ESE-Padskeine AngabeEinsatz im Lieferumfang
Heißwasserfunktionkeine Angabeja
Wassertankkeine Angabe1,5 l, herausnehmbar
Warmhalteplatte für Tassenkeine Angabeja
Tropfschalekeine Angabeherausnehmbar
Gehäusematerialgebürsteter EdelstahlEdelstahl 18/8
Herstellergarantie1 Jahr24 Monate
Gewicht laut Handelrund 10,5 kgrund 5,8 kg
Stellfläche laut Handelrund 41 x 41 cmrund 27 x 27 cm
ModellbezeichnungSES875BSS2EEU1A42709

Werte nach den Herstellerangaben zu beiden Maschinen. Sage nennt weder Pumpendruck noch Tankgröße, Heizsystem oder Ausstattungsdetails wie Warmhalteplatte und Tropfschale, Gastroback macht keine Angabe zu Brühtemperatur und Vorbrühung; diese Zeilen bleiben offen. Dass ein Merkmal nicht aufgeführt ist, heißt nicht zwingend, dass es fehlt, die Datenblätter sind unterschiedlich ausführlich. Gewicht und Stellfläche stammen aus den Handelsangaben, beziehen sich auf die Verpackung und sind gerundet; sie taugen zum Größenvergleich, nicht als Messwert. Die weiter unten gerechneten Werte zu Druck, Stellfläche und Mahlgrad beruhen auf den genannten Zahlen und auf üblichen Annahmen, sie sind Größenordnungen. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.

Was aus den Zahlen folgt

Warum fünfzehn Bar nicht im Kaffee ankommen

Die Rechnung mit dem Druck

Die Ulka-Pumpe leistet fünfzehn Bar. Am Kaffeemehl sollen davon rund neun anliegen, das ist der Wert, mit dem Espresso seit Jahrzehnten zubereitet wird.

Die Differenz baut ein Überdruckventil ab. Fünfzehn Bar auf dem Karton sagen deshalb nichts über die Qualität, sie sind die Reserve der Pumpe, nicht der Druck im Sieb.

Interessanter ist, wie der Druck aufgebaut wird. Eine Vorbrühung mit langsam steigendem Druck durchfeuchtet das Mehl gleichmäßig, bevor die volle Leistung anliegt, und verhindert Kanäle im Puck.

Praktisch heißt das: Die Bar-Zahl taugt nicht als Vergleichsmaß zwischen zwei Maschinen. Die Angabe zur Vorbrühung sagt mehr darüber, wie gleichmäßig extrahiert wird.

Wie viel Platz eine Mühle daneben braucht

Die Rechnung mit der Stellfläche

Die Sage nimmt laut Handelsangabe rund einundvierzig mal einundvierzig Zentimeter ein, also gut sechzehnhundert Quadratzentimeter, und darin steckt das Mahlwerk bereits.

Die Gastroback kommt mit rund siebenundzwanzig mal siebenundzwanzig Zentimetern aus, das sind gut siebenhundert. Eine separate Espressomühle braucht daneben etwa zwanzig mal dreißig Zentimeter.

Zusammen liegen beide Aufstellungen also bei ungefähr dreizehnhundert bis sechzehnhundert Quadratzentimetern. Der Platzvorteil der Kombimaschine ist kleiner, als er wirkt.

Praktisch heißt das: Entscheidend ist nicht die Fläche, sondern die Höhe unter dem Hängeschrank und die Frage, ob Sie Ihre Mühle später einmal tauschen wollen, ohne die Maschine mit auszutauschen.

Was sechzehn Mahlstufen im Espresso bedeuten

Die Rechnung mit dem Mahlgrad

Espresso wird zwischen etwa zweihundert und vierhundert Mikrometern gemahlen. Innerhalb dieses schmalen Fensters entscheidet sich, ob der Bezug in fünfundzwanzig Sekunden läuft oder in fünfzig.

Sechzehn Stufen decken bei einer Kombimaschine den Bereich von Espresso bis Filterkaffee ab. Für das Espressofenster allein bleiben davon vielleicht vier bis sechs nutzbare Stufen.

Gute Espressomühlen arbeiten deshalb stufenlos oder in sehr feinen Schritten von wenigen Mikrometern, damit man zwischen zwei Bohnensorten nachjustieren kann.

Praktisch heißt das: Für eine feste Hausmischung reichen sechzehn Stufen völlig. Wer alle paar Wochen andere Bohnen kauft und den Bezug jedes Mal einregelt, stößt an die Grenze und braucht die feinere Mühle daneben.

Für alle, die ein Gerät statt zwei wollen
Sage The Barista Express Espressomaschine mit integriertem Mahlwerk
Sage The Barista Express Espressomaschine mit integriertem MahlwerkMahlwerk mit sechzehn Stufen, das direkt in den Siebträger dosiert, dreiundneunzig Grad Brühtemperatur, Vorbrühung mit langsam steigendem Druck und ein Dampfstab für Milchschaum von Hand.

Wofür welche Maschine reicht

Nach Küche entschieden
Es soll nur ein Gerät auf der Arbeitsplatte stehen
Mahlwerk und Brühgruppe stecken in einem Gehäuse und dosieren direkt in den Siebträger.
Eine gute Mühle steht schon da
Ohne eingebautes Mahlwerk bleibt die Maschine kleiner und rund fünf Kilogramm leichter.
Morgens muss es schnell gehen
Der Thermoblock ist laut Hersteller sofort betriebsbereit, ohne Aufheizzeit eines Kessels.
Die Bohnensorte wechselt ständig
Der Mahlgrad lässt sich am Gerät in sechzehn Stufen nachziehen, ohne Umbau.
Gelegentlich sollen ESE-Pads laufen
Der passende Einsatz liegt bei, das erspart bei Besuch das Mahlen.
Lange Garantie ist wichtig
Vierundzwanzig Monate stehen im Datenblatt gegen ein Jahr bei der Sage.

Wie sich die Gastroback im Einzelnen schlägt, steht im Test der Gastroback Design Espresso Pro. Wer den Einstieg sucht, findet die Auswahl bei den Siebträgermaschinen für zuhause, und die passende Mühle daneben steht bei den Siebträgermühlen.

Wo jede von beiden gewinnt

Für die Sage spricht

  • Mahlwerk mit sechzehn Stufen im Gerät
  • Dosierung direkt in den Siebträger
  • Angegebene Brühtemperatur von 93 Grad
  • Vorbrühung mit langsam steigendem Druck
  • Ein Gerät statt zwei auf der Platte

Für die Gastroback spricht

  • Ulka-Pumpe mit fünfzehn Bar am Siebträger
  • Thermoblock ohne Aufheizzeit
  • Eineinhalb Liter herausnehmbarer Tank
  • ESE-Pad-Einsatz und Heißwasserfunktion
  • Vierundzwanzig Monate Garantie, rund halbes Gewicht

Der entscheidende Unterschied ist keine Zahl, sondern eine Weichenstellung: Wer die Mühle mitkauft, hat ein Gerät weniger und einen Wartungspunkt mehr, denn ein Mahlwerk im Gehäuse lässt sich nicht einfach tauschen, wenn die Ansprüche wachsen. Wer die Mühle getrennt hält, kann sie später aufrüsten, ohne die Maschine anzufassen, und umgekehrt. Beide Wege führen zu gutem Espresso, aber nur einer davon lässt sich in zwei Jahren noch korrigieren.

Wenn keine von beiden passt

Drei Wege daneben
Mit Hilfe
Sage The Barista Express Impress, Gebürsteter Edelstahl
Wenn das Tampern leichter fallen sollSage The Barista Express Impress EspressomaschineDieselbe Grundmaschine mit unterstütztem Andrücken des Kaffeemehls, gedacht für einen gleichmäßigeren Puck ohne Übung.
GASTROBACK #42721 Design Espresso Piccolo Pro, Silber
Wenn es noch kleiner sein sollGastroback 42721 Design Espresso Piccolo Pro SiebträgermaschineDie schmale Ausführung von Gastroback für Küchen, in denen jede Handbreit Arbeitsplatte zählt.
Wenn Mahlwerk und Zubehör dabei sein sollenGastroback Espresso Siebträgermaschine mit Mahlwerk inklusive Milchkännchen und TamperKombination aus Maschine und Mahlwerk mit Milchkännchen und Tamper im Lieferumfang.

Häufige Fragen zu Siebträgermaschinen

Brauche ich unbedingt eine eigene Mühle?

Für Espresso ja, wenn kein Mahlwerk in der Maschine steckt. Vorgemahlener Kaffee verliert innerhalb von Minuten Aroma und lässt sich im Mahlgrad nicht anpassen, was bei Espresso der wichtigste Stellhebel ist. Für Filterkaffee ist das weniger kritisch.

Wie lange sollte ein Espresso laufen?

Als Richtwert gelten fünfundzwanzig bis dreißig Sekunden für rund fünfundzwanzig bis dreißig Milliliter aus achtzehn Gramm Mehl. Läuft er schneller, ist zu grob gemahlen, läuft er langsamer, zu fein. Der Mahlgrad ist die erste Stellschraube, nicht die Menge.

Was bringt eine Warmhalteplatte für Tassen?

Mehr, als man denkt. Ein Espresso von rund fünfundzwanzig Millilitern kühlt in einer kalten Tasse binnen Sekunden um mehrere Grad ab. Wer keine Platte hat, spült die Tasse kurz mit heißem Wasser aus, das erreicht fast denselben Effekt.

Wie oft muss ich entkalken?

Je nach Wasserhärte alle vier bis acht Wochen, bei sehr hartem Wasser häufiger. Ein Wasserfilter im Tank verlängert die Abstände deutlich. Kalk setzt sich zuerst im Heizsystem ab und zeigt sich durch längere Aufheizzeiten und schwächeren Druck.

Warum schmeckt mein Espresso sauer oder bitter?

Sauer heißt meist unterextrahiert: zu grob gemahlen, zu wenig Kontaktzeit oder zu kühles Wasser. Bitter heißt überextrahiert: zu fein, zu lange, zu heiß. Ändern Sie immer nur eine Größe und beginnen Sie mit dem Mahlgrad.

Die Entscheidung in einem Satz

Fazit
8,7/10Der bequeme Einstieg

Sage The Barista Express Espressomaschine mit integriertem Mahlwerk

Wer heute mit Siebträger anfängt und nicht zwei Geräte kaufen will, nimmt die Barista Express, weil das Mahlwerk mit sechzehn Stufen direkt in den Siebträger dosiert, die Brühtemperatur mit dreiundneunzig Grad benannt ist und die Vorbrühung den Puck gleichmäßig durchfeuchtet. Die Gastroback Design Espresso Pro ist die bessere Wahl, wenn eine gute Mühle schon dasteht oder später aufgerüstet werden soll, denn sie ist kleiner, rund fünf Kilogramm leichter, sofort betriebsbereit und hat mit vierundzwanzig Monaten die längere Garantie. Die fünfzehn Bar auf dem Karton sollten bei keiner der beiden den Ausschlag geben.
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