Timemore Basic 3.0 im Test: Kaffeewaage mit 0,1 Gramm

Die Timemore Basic 3.0 ist eine Kaffeewaage mit 0,1 Gramm Genauigkeit, integriertem Timer und Durchflussanzeige. Sie wiegt selbst 300 Gramm und misst 140 mal 120 mal 20 Millimeter.
Zwanzig Millimeter Bauhöhe sind der eigentliche Punkt: Damit passt sie unter jede Abtropfschale eines Siebträgers. Wir haben uns angesehen, was sie kann und warum eine Küchenwaage dafür nicht reicht.
Die Daten im Überblick
| Modell | Timemore Basic 3.0 Electronic Espresso Scale with Timer |
|---|---|
| Maximalgewicht | 2.000 g |
| Genauigkeit | 0,1 g |
| Abmessungen | 140 x 120 x 20 mm |
| Gewicht | 300 g |
| Akku | 1.600 mAh, bis zu 24 Stunden Bildschirmzeit |
| Ladezeit | 3,5 Stunden über USB-C |
Werte nach den Angaben von Timemore.
Warum 0,1 Gramm und nicht 1 Gramm
Ein doppelter Espresso wird aus etwa 18 Gramm Kaffeemehl gezogen. Eine Küchenwaage mit 1-Gramm-Auflösung springt zwischen 17 und 18 und zeigt beides an, wenn tatsächlich 17,4 Gramm im Sieb liegen. Diese sechs Zehntel entscheiden über mehrere Sekunden Durchlaufzeit und damit über den Geschmack.
Beim Handfilter ist die Auflösung weniger kritisch, dafür wird der Timer wichtiger. Wie sich Waagen mit Zeitfunktion unterscheiden, steht im Überblick der Kaffeewaagen mit Timer.
Die Durchflussanzeige ist die Funktion, die man nicht erwartet
Sie zeigt in Echtzeit, wie viele Gramm pro Sekunde durchlaufen. Beim Handfilter macht das den Unterschied zwischen „ich gieße nach Gefühl“ und „ich gieße gleichmäßig“. Beim Espresso verrät ein früher Anstieg der Durchflussrate, dass das Kaffeemehl im Sieb einen Kanal gebildet hat und das Wasser daran vorbeiläuft.
20 Millimeter flach: das ist kein Designdetail
Unter der Abtropfschale vieler Siebträgermaschinen ist wenig Platz, und wenn die Waage nicht darunter passt, steht die Tasse schief oder man wiegt gar nicht. Zusammen mit 300 Gramm Eigengewicht heißt das auch: Sie passt in die Kaffeetasche für den Urlaub.
Wo sie an Grenzen kommt
Dafür
- 0,1 Gramm Auflösung
- Timer mit mehreren Modi
- Durchflussanzeige in Echtzeit
- 20 mm flach, passt unter die Abtropfschale
- USB-C und 24 Stunden Bildschirmzeit
Dagegen
- 2.000 g Maximallast, keine Küchenwaage für Teig
- Empfindliche Oberfläche gegen Kratzer
- Nicht wasserdicht, nur abwischbar
- Bedienung über einen Schieberegler braucht Eingewöhnung
- Für reinen Filterkaffee aus der Maschine überflüssig
Die Wasserfestigkeit ist der Punkt, den man sich merken sollte. Eine Kaffeewaage steht im Nassbereich, und verschütteter Espresso läuft gern in die Gehäusefuge. Nach jedem Bezug abwischen kostet fünf Sekunden und verlängert die Lebensdauer erheblich.
Passt sie zu deinem Kaffee?
Ja, wenn
- Espresso aus dem Siebträger gezogen wird
- mit Handfilter, Chemex oder French Press gebrüht wird
- Rezepte reproduzierbar sein sollen
- unter der Abtropfschale wenig Platz ist
Nein, wenn
- der Kaffee aus dem Vollautomaten kommt
- nur die Filtermaschine bedient wird
- eine Waage auch zum Backen dienen soll
- Zubereitung nach Gefühl reicht
Wer ausschließlich Vollautomat oder Filtermaschine nutzt, braucht keine Kaffeewaage, weil beide Geräte die Dosierung selbst übernehmen. Sobald der Kaffee von Hand ins Sieb oder in den Filter kommt, wird sie zum meistgenutzten Gerät auf der Arbeitsfläche.
Drei Alternativen, die sich lohnen zu vergleichen
Wenn es günstiger sein soll: Timemore Black Mirror Basic 2.0
Die Vorgängergeneration mit Wasserdurchflussmessung und derselben 0,1-Gramm-Auflösung. Etwas dicker gebaut, dafür deutlich günstiger.
Wenn der Handfilter im Mittelpunkt steht: Black Mirror Basic 2 Pour-Over
Dieselbe Familie mit automatischem Timer, ausgelegt auf Pour-Over und Drip. Für alle, die vor allem von Hand aufgießen.
Wenn es die Profivariante sein darf: Black Mirror Basic PRO
Mit erweiterter Durchflussmessung für alle, die ihre Bezüge auswerten wollen. Die logische Wahl, wenn der Espresso zum Hobby geworden ist.
